Ringvorlesung des Collegium generale: Der menschliche Körper – Vorstellungen und Grenzen

Menschenzucht – Die vormodernen Wurzeln europäischer Optimierungsphantasien

Mittwoch, 16.09.2026, 18:15 Uhr

Bild von Maren Lorenz

© RUB, Damian Gorczany

 

Veranstaltende: Collegium generale
Referierende: Prof. Dr. Maren Lorenz, Geschichte, Ruhr-±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù Bochum
Datum: 16.09.2026
Uhrzeit: 18:15 - 19:45 Uhr
Ort: Auditorium maximum, Raum 110
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Hochschulstrasse 4
3012 Bern
Anmeldung: Keine Anmeldung erforderlich
Merkmale: Ö´Ú´Ú±ð²Ô³Ù±ô¾±³¦³ó
kostenlos

Abstract

In Zeiten der multimedialen Propagierung von Pronatalismus – vor allem durch
rassistische Ideologen einer „White Supremacy“ sowie durch männliche Eliten des
Silicon Valley wie Elon Musk und Peter Thiel – und immer extremerer Formen der
sogenannten physischen Selbstoptimierung wie Looksmaxxing, stellen sich
verschiedene Fragen: Wohin soll das alles führen und wessen Interessen dient es? Auf
welchen angeblich wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen solche
Optimierungsfantasien und an wen richten sie sich? Eine nähere Betrachtung zeigt eine
seit der Antike bestehende Entwicklung, die von bestimmten physiologischen
Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit ausgeht. Diese Naturalisierung wird
spätestens seit der Aufklärung gegendert, rassifiziert, ständisch bzw. klassenspezifisch
unterschiedlich idealisiert und vor allem normalisiert. Der Vortrag zeichnet diese
Entwicklungen anhand verschiedener Beispiele aus europäischer und
nordamerikanischer Perspektive nach und demonstriert damit die Fruchtbarkeit
körperhistorischer Ansätze für das Verständnis gesellschaftlicher Formierung.