Ringvorlesung des Collegium generale: Der menschliche Körper – Vorstellungen und Grenzen

Der menschliche Körper im Recht: Status, Wert und Grenzen

Mittwoch, 14.10.2026, 18:15 Uhr

Bild von Franziska Sprecher

 

Veranstaltende: Collegium generale
Referierende: Prof. Dr. Franziska Sprecher, Gesundheitsrecht und Management im Gesundheitswesen, ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù Bern
Datum: 14.10.2026
Uhrzeit: 18:15 - 19:45 Uhr
Ort: Auditorium maximum, Raum 110
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Hochschulstrasse 4
3012 Bern
Anmeldung: Keine Anmeldung erforderlich
Merkmale: Ö´Ú´Ú±ð²Ô³Ù±ô¾±³¦³ó
kostenlos

Abstract

Der menschliche Körper ist für das Recht ein besonderer Gegenstand: Er ist untrennbar mit Persönlichkeit, Würde und Selbstbestimmung verbunden und zugleich Gegenstand medizinischer Behandlung, wissenschaftlicher Forschung und wirtschaftlicher Interessen. Doch wie weit reicht die Verfügungsmacht des Menschen über den eigenen Körper? Welchen rechtlichen Status haben Körperteile und Körpersubstanzen, nachdem sie vom Körper getrennt wurden? Und wann wird menschliches Material vom geschützten Teil einer Person zum Forschungsobjekt oder sogar zum Wirtschaftsgut?

Der Vortrag geht diesen Fragen entlang verschiedener Grenzsituationen nach – vom ungeborenen Leben über Eingriffe in den lebenden Körper und die Nutzung menschlicher Zellen und Gewebe bis zum Umgang mit dem Körper nach dem Tod. Neue biomedizinische Entwicklungen wie Organoide und zellbasierte Verfahren machen dabei sichtbar, dass vertraute rechtliche Kategorien zunehmend unter Druck geraten. Im Zentrum steht die Frage, wie das Recht Selbstbestimmung, Menschenwürde, Forschungsfreiheit und legitime Nutzungsinteressen miteinander in Ausgleich bringt – und welche Vorstellungen vom Menschen sich in diesen Grenzziehungen widerspiegeln.